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Gebäude der Warschauer Börse an der Krolewska-Straße

Geschichte

Zabytki Warszawy

Das Gebäude entstand von 1819-1821 nach dem Entwurf von Jakub Kubicki. Ursprünglich diente es als Pferdereitbahn. Der eingeschossige Bau stand an der Krolewska-Straße auf der Seite des Sächsischen Gartens zwischen den Mündungen der Straßen Marszalkowska und Zielna.

Über viele Jahrzehnte konnte man dort nicht nur Reiten lernen, sondern auch was Süßes ergattern, eine Ausstellung oder ein Spektakel besuchen und auch Zirkusvorstellungen bewundern. Ab 1847 wurde die Reitschule Teil des in jenem Jahr fertiggestellten Instituts der Mineralwässer, eines gesellschaftlichen Salons nach französischem Vorbild. Die Gäste des Instituts konnten nebenan ins Café von Frau Hanusz eintreten und ab 1869 in der „Kumys-Heilungswerkstatt“ ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Um das zu erreichen, wurde dort ein alkoholisches Getränk aus Kuhmilch serviert.

Atrakcje Warszawy

1876 wurde das Gebäude vom Komitee der Börse übernommen und nach Plänen von Witold Lanci vollständig umgebaut. Schon ein Jahr später 1877 zog die Warschauer Börse in das Gebäude ein. Doch auch weitere Institutionen wie die Warschauer Kreditgesellschaft, das Börsen-Café und sogar ein Möbelsalon fanden hier Platz. Direkt nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit von 1918 bis 1939 hatte die Warschauer Geldbörse hier ihren Sitz. In der Mitte der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude in die Denkmalliste eingetragen. Zu verdanken hat man es dem Bemühen der Gesellschaft für Denkmalschutz. Im September 1939 wurde das Gebäude durch den gezielten Einsatz von Brandbomben nahezu vollständig zerstört. Nach dem Warschauer Aufstand von 1944 wurden die restlichen Ruinen in die Luft gesprengt.

Architektur

Die von Jakub Kubicki entworfene eingeschossige Pferdereitschule hatte einen rechteckigen Grundriss mit Wandlängen von 75 x 15 Metern. Das Gebäude hatte elf Achsen. Über den mittleren beiden befanden sich zwei Säulengänge mit jeweils sechs Säulen in dorischer Ordnung. Die zwei kürzeren dreiachsigen Seiten wurden mit jeweils einem zweisäuligen Portikus dekoriert.

Das Projekt von Witold Lanci passte das Gebäude an die Bedürfnisse der Börse an. Dazu wurde die Innenausstattung von Grund auf verändert. Die Fassade wurde unter Beibehaltung des spätklassizistischen Stils erneuert. Dadurch, dass die letzte Achse des östlichen Teiles Privateigentum war, beschränkte sich der Umbau nur auf die restliche Fläche. Die wichtigste Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes war die Ergänzung eines Giebeldreiecks (Fronton) über dem Säulengang. In das Fronton wurde eine Gipsfigur von Ludwik Kucharzewski eingemeißelt: das Wappen der Stadt, die römische Gottheit Merkur sowie die Allegorien der Förderindustrie, Landwirtschaft und des Flußhandels. Die halbrunden Fenster wurden um einen Meter in Richtung des Frontons verschoben. Zusätzlich wurden unterhalb weitere rechteckige Fenster hinzugefügt. Die Löwenköpfe über den Fenstern ersetzte man mit dem Merkurstab, dem Symbol für Handel. Lediglich der Fries mit den Triglyphen unter dem Dach blieb unverändert. Die vorerst erhaltene letzte Achse wurde gegen Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts umgebaut, indem das Fenster in eine Tür umgewandelt und die Bosse vereinheitlicht wurden.

Die westliche Seite des Gebäudes, welche für die Kanzlei der Börse und die Warschauer Kreditgesellschaft gedacht war, teilte man durch eine zusätzliche Decke in zwei unabhängige Bereiche. Die zusätzliche Etage wurde mit Dachfenstern erhellt. Im östlichen Teil des Gebäudes, wo es jeweils vier Fenster an jeder Seite gab, befand sich die eigentliche Börsenhalle mit Ausmaßen von 27 x 15 Metern und der Höhe des ganzen Gebäudes. Zusätzlich zu den acht Fenstern lieferten Gaslampen in Deckenrosetten aus Metall zusätzliches Licht. Weil es keine Möglichkeit gab Heizungen zu installieren, wurde der große Saal mit vier Kohleöfen in den Ecken des Raumes geheizt.

Das Modell zeigt das Gebäude in den Jahren 1890 – 1900

Fotografie

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