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Der Gasthof auf dem Platz des Eisernen Tores

Geschichte

Zabytki Warszawy1841 wurde auf dem Platz des Eisernen Tores ein eingeschossiges, modernes und steinernes Gebäude hochgezogen. Zuvor sind dort die alten Marktbuden des ehemaligen Marktes Wielopole abgebrannt. Die neue Markthalle wurde von den Architekten Jakub Gay und Alfons Kropiwnicki entworfen und auch finanziert. Der polnische Name lautete „Goscinny Dwor“, was auf Russisch Basar heißt. Die freie Übersetzung ins Deutsche lautet Gasthof. Im Moment der Fertigstellung war es ohne Zweifel eine einzigartige Konstruktion. Nicht nur die Form war besonders, sondern auch der hohe Anteil Gusseisen bei der Verwendung des Baumaterials. Der durch die überdachten und dekorierten Arkaden entstandene Bogengang, welcher das ganze Gebäude umgab, verliehen dem Projekt einen orientalischen Charakter.

Nahezu ein ganzes Jahrhundert lang war der Gasthof das Symbol der Warschauer Handelswelt. Anfangs ließen sich hier vor allem polnische und russische Kaufmänner nieder. Mit der Zeit dominierten jüdische Kaufleute. Es war eines der zahlreichen Orte in Warschau, wo die Multikulturalität der Stadt sichtbar und lebendig wurde.

Jahr um Jahr kamen weitere Basare und kleinere Markthallen hinzu und ließen aus der Gegend ein echtes Marktzentrum entstehen. Die wichtigsten Warschauer Zeitungen und Verlage berichteten regelmäßig über das Geschehen im und am Gasthof. In den Achtzigern des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Innenhof ein unterkellertes Gebäude errichtet, welches als Speicher und zusätzliche Geschäftsräume genutzt wurde. 1916 wurde der ganze Innenhof mit einem Dach aus Glas und Holz überdeckt. Das Dach wiederrum stützte man auf Pfeilern aus Stahlbeton.

Der Gasthof brannte nach Bombeneinschlägen im September 1939 ab. Die Ruinen wurden bis Ende des gleichen Jahres abgetragen.

Architektur

Die Form des Gebäudes ähnelte einem Tropfen Wasser. Zum dekorierten Haupttor kam man vom Platz des Eisernen Tores, von der Kreuzung der Straßen Skorzana und Rynkowa (damals Gnojna) gelang man zum zweiten kleineren Durchgang. Zusätzlich gab es noch zwei seitliche Eingänge auf den Innenhof. Die steinerne Konstruktion fasste 168 Geschäfte und war von einem Satteldach, welcher auf nahezu 200 Arkaden aus Gusseisen gestützt war, überdacht. Die Arkaden wurden in der Maschinenfabrik der Polnischen Bank in Solec (Warschau) gegossen. Die Bürgersteige der Arkadengänge waren mit Marmorplatten ausgelegt. Der Innenhof und auch alle umliegenden Straßen waren gepflastert. Auf der Spitze des Haupttores stand eine vergoldete Blechfigur der römischen Gottheit Merkur, Symbolfigur der Händler, entworfen von Jozef Glowacki. Die Figur diente Zugleich als Windanzeige.

Das Modell zeigt das Gebäude im Jahre 1870.

Fotografie

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