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Der Große Salon und das Eiserne Tor

Zabytki Warszawy

Die Gebäude gehörten zur architektonischen Ausgestaltung des Sächsischen Gartens, welcher auf Anordnung des Kurfürsten von Sachsen und Königs von Polen-Litauen August II. seit den zwanziger Jahren des 18. Jahrhunderts hinter seinem Palast (Sächsisches Palais) angelegt wurde. Der Garten sowie das Sächsische Palais schufen den Kern der Sächsischen Achse, eines groß angelegten Umgestaltungsprojektes im Zentrum der Stadt. Die Verlängerung der Achse in westlicher Richtung zog die Straßen Chlodna und Wolska mit ein. Seit 1733 führte der Sohn und Thronfolger August III. die Arbeiten fort. Die Verantwortlichen für die Baumaßnahmen waren Architekten aus Dresden, die sich an den französischen Gartenanlagen, vor allem des Versailler Schlosses, orientierten. Sie führten in Warschau die für die sächsische Architektur typische Form des Spätbarocks in Warschau ein. Zu erwähnen sind hierbei vor allem Karl F. Pöppelmann oder Jan D. Jauch. Der mit geometrischen Linien durchzogene Garten in Form eines Drachens wurde mit niedrigen in dekorative Formen geschnittenen Böschen (Parterre) und hohen Hecken, welche ein Labyrinth mit kleinen Plätzen schufen (Boskett) bepflanzt. Typisch für Barockgärten war das Fehlen natürlich wachsender Bäume. Zwei sich kreuzende Alleen zeichneten die Hauptachsen der Gartenanlage. Im westlichen Teil, welcher wie ein Fächer in die Breite ging, wurden kleinere an die Hauptachse angelehnte Spazierwege angelegt. Es wurden Figuren aufgestellt, Springbrunnen installiert und zahlreiche kleinere Gebäude erbaut: ein Opernhaus, eine Orangerie, eine Reitbahn, den Großen Salon, den Kleinen Salon, einen Schießplatz und ein Spielhaus. Die Gartenanlage wurde von einer Mauer mit mehreren Toren und Basteien umgeben.

Der Große Salon

Przedwojenna Warszawa

Der Große Salon wurde 1725 auf dem Schnittpunkt der zwei Hauptalleen des Gartens errichtet. Heute verläuft an dieser Stelle ein parallel zur Straßenbahn verlaufender Weg an der Marszalkowska-Straße. Man vermutet, dass der Pavillon als Wasserturm für die nie angefertigten Springbrunnen dienen sollte. Das Gebäude wurde schließlich als Gartenhäuschen mit einem Festsaal konzipiert. Die Wände ließen sich verschieben und die Arkaden dienten als Durchgänge, die man außerhalb der Saison mi Fenstern zustellte. Die dekorativen Elemente wurden bei königlichen Veranstaltungen mehrfach verändert. Auch wurde das Gebäude dabei stets festlich beleuchtet. Nachdem man ein verschiebbares Dach installierte, wurden dort auch Feuerwerke in die Luft geschossen. Es kam jedoch mehrmals zu unkontrollierten Explosionen, sodass die Bedachung mehrere Male erneuert werden musste. 1775 und 1789 wurde die Konstruktion renoviert und im Sommer als Buffet genutzt. In folgender Zeit verkam der Pavillon zur Ruine. Warschau wurde 1795 zu einer preußischen Provinzstadt degradiert. Die neue preußische Lokalverwaltung wollte das Gebäude abreißen lassen, doch wurde das von der Zentralverwaltung in Berlin untersagt – leider kam der neue Befehl aus Berlin verspätet in Warschau an. Der gerettete Teil diente abermals als Sommerbuffet und Konditorei von Karol Lessel. 1817 wurde der Pavillon dennoch abgerissen. Nun endgültig. Der Grund war die Umgestaltung der barocken Gartenanlage in einen englischen Landschaftspark.

Das Eiserne Tor

Warszawa

Das Eiserne Tor wurde 1735 errichtet und diente als Haupteingang in den Sächsischen Garten im westlichen Teil der Mauer auf der Sächsischen Achse. Heute befindet sich dort das Tadeusz-Kosciuszko-Denkmal am Platz des Eisernen Tores. Nur die beweglichen Flügel waren aus Eisen. Der Belag der Pfeiler sowie die Kartuschen der Wappen der Dynastien der Wettiner und der Rzeczpospolita waren aus Stein. 1818 wurde die steinerne durch eine gusseiserne Mauer ersetzt. Die Tore des neuen Eisernen Tores, welche nun viel bescheidener ausfielen, wurden um 25 Meter zurückversetzt.1936 wurde die Marszalkowska-Straße verlängert, sodass sie nun durch den Sächsischen Garten bis zum Platz des Eisernen Tores verlief. Dabei wurden Teile der Mauer demontiert und die Tore wurden Geschichtsdenkmal ausgestellt. Seit dem 2. Weltkrieg sind sie spurlos verschwunden.

Die Modelle zeigen die Gebäude in den Siebzigern des 18. Jahrhunderts.

Fotografie

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