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Der Palast von Leopold Kronenberg

Die Geschichte des Gebäudes

Zabytki Warszawy

„Das ist es also, ein Denkmal meiner Dummheit“ soll Leopold Kronenberg (1812-1878) gesagt haben, als er den fertiggestellten Palast bestaunte. Er war Multimillionär, Bankier, Schienenmagnat und Industrieller. Zugleich war er ein großzügiger Philanthrop und anerkannter polnischer Patriot. Er stammte von einer jüdischen Handelsfamilie ab, konvertierte dann zum (reformierten) Protestantismus und heiratete sich in die polnische Aristokratie ein. Das damals größte Vermögen im gesamten Königreich Polen (Kongresspolen) ermächtigte ihn zum Bau einer entsprechend repräsentativen Residenz. Seine für ihn charakteristische Selbstkritik bezog sich hierbei lediglich auf die Baukosten, die ungeheure eine Million Rubel in Gold betrugen. Zum Vergleich: der Bau eines gemütlichen Mietshauses kostete damals ca. einhunderttausend Rubel.

Der ambitionierte Plutokrat war mit keinem vorgestellten Projekt der Warschauer Architekten zufrieden. Daher wandte er sich an den hervorragenden Berliner Architekten Georg Hitzig, welcher für Projekte zahlreicher Villen, Paläste und Staatsgebäude bekannt war.

Atrakcje Warszawy

Der Kronenberg-Palast wurde in den Jahren 1867-1871 am Malachowski-Platz, der damals wegen der bis heute dort stehenden evangelischen Dreifaltigkeitskirche auch Evangelischer Platz bezeichnet wurde, erbaut. Der Koloss wurde zur hervorragendsten Residenz des Warschauer Bürgertums ernannt. Die Wucht sowie der augenscheinliche Luxus wurden seitdem nie wieder übertroffen. Leopold Kronenberg erfreute sich lediglich sieben Jahren lang an seinem Palast. Seine Erben, die nicht mehr so wohlhabend waren, versuchten das Gebäude zu verkaufen. Potenzielle Käufer waren die Polnische Bank (Bank Polski), die Stadtverwaltung, die es zum Sitz der Akademie der Bildenden Künste machen wollte, und schließlich 1914 die Versicherungsfirma Prudential, welche das Gebäude um eine Etage erhöhen wollte. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges unterbrach den Verkaufsprozess. Erst kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges ging das Eigentum auf die Polnische Bank über. Im Mai 1939 gab es im Gebäude einen Brand, ein Vorbote der eigentlichen Tragödie. Im September 1939 brannte das Gebäude durch Bombeneinschläge vollständig ab. Das solide Mauerwerk und die dekorativen Motive auf der Fassade überstanden den Krieg, wurden jedoch nie abgesichert, obwohl das Gebäude in das Denkmalschutzregister eingetragen wurde. Mehrere Male wurde die Bestimmung des leerstehenden Gebäudes geändert. 1958 übergab man es der Französischen Republik, sodass diese hier ihre Botschaft niederlassen konnte. Doch die Franzosen wollten kein Gebäude „deutscher Herkunft“ und stellten stattdessen einen Abrißantrag, um ein Gebäude nach eigenen Vorstellungen zu entwerfen. Prompt wurde der Antrag angenommen, denn der kommunistischen Regierung missfiel wiederrum die „jüdische Herkunft“ des ursprünglichen Eigentümers. 1961/1962 wurde das Gebäude abgetragen. Sogar die steinernen Fassadenfiguren wurden zerstört und von Steinmetzen in Grabplatten umgemeißelt. Heute erinnert lediglich eine Gedenkplatte auf der Außenfassade des Victoria-Hotels und kaum erkennbare steinerne Details im Museum der Erde an der Aleja na Skarpie an die Existenz des Kronenberg-Palastes.

Architektur

Der Palast wurde im Stil des Eklektizismus errichtet. Die Fassade wurde sehr dezent dekoriert. Den Blick zogen jedoch vier steinerne allegorische Figuren von Leonardo Marconi an. Das Risalit wurde von einem dreieckigen Fronton abgeschlossen, im Tympanon fanden sich Figuren, die Industrie, Handel und Wissenschaft symbolisierten. An der Außenwand wurde statt Gips, was in Warschau damals üblich war, gebrannter Ton für die Ausfertigung von Verzierelementen benutzt Im Innenbereich ist vor allem das riesige, mit einem Glasdach bedeckte, Treppenhaus hervorzuheben. Des Weiteren gab es einen Ballsaal, einen Speisesaal, einen Wintergarten und eine Bibliothek. Alle Räume mit reichen Verzierungen, Figuren und Malereien.

Das Modell zeigt das Gebäude im Jahr 1908

Fotografie

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