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Mietshaus von Kazimierz Granzow

Das Modell zeigt das Gebäude im Jahre 1885

Zabytki WarszawyKazimierz Granzow (1832-1912) gehörte zu den wohlhabendsten Industriellen und Bauunternehmern in Warschau. 1866 eröffnete er in Kawęczyn bei Warschau eine Ziegelei, welche mit der Zeit zur größten Produktionsstätte dieser Art im Königreich Polen (Kongresspolen) wurde. Er ließ u.a. mindestens vier luxuriöse Mietshäuser für seine Familie bauen. Gegen Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts erreichte er die Spitze des Möglichen in seiner finanziellen Karriere und genau das wollte er auch die Welt wissen lassen. Dafür ließ er einen Palast errichten, der sogar dem Kronenberg-Palast, damals der prachtvollste Bau in Warschau, Konkurrenz machen sollte. Granzow stellt den genialen Witold Lanci ein (1828-1892), der Absolvent der Lukas-Akademie in Rom war.

Lanci wandte sich in seinem künstlerischen Wirken ab Ende der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts von der italienischen Schule ab und zum Wiener Eklektizismus hin. Auf diese Weise gelang ein neuer Fassadenstil nach Warschau, welcher viel üppiger gestaltet war als derjenige der italienischen Neorenaissance. Diese Üppigkeit entsprach dem Geschmack der neureichen Eliten, sodass Lancis Werk vielfach kopiert wurde. Der Architekt wollte jedoch eine Massenproduktion seiner Werke verhindern und ließ sich nur von den reichsten Familien einstellen. Der Großteil seiner Bauten war geprägt von einer detaillierten Gründlichkeit. Sein prachtvollstes Projekt sollte der später entstandene Szlenkier-Palast am Dabrowski-Platz werden (heute Sitz der italienischen Botschaft in Polen). Lanci entwarf in seiner pragmatischen Art anstatt eines Palastes mit extrem hohen Unterhaltskosten ein luxuriöses Mietshaus, welches große Profite generierte. An der Krolewska-Straße, direkt neben dem Gebäude der Warschauer Börse und dem Sächsischen Palais gehörte der Standort zu den prestigevollsten in Warschau.

Die Wiener Architekturschule war an mehreren Stellen sichtbar: die Fassaden des Granzow-Mietshauses prägte ein Schatten-Licht-Spiel; das Mansardendach war, wie bei den Wiener Architekten üblich, obwohl diese Eigenschaft von den französischen Architekten übernommen wurde, sehr steil; schließlich die Innenhoffassaden, die eine rechteckige Zusammenstellung aufweisen, was zur Entbehrung schräger Bindeelemente führt, wie es bei nahezu allen Warschauer Mietshäusern in jener Epoche gängig war. Lanci war dafür bekannt, dass er die Proportionen der Fassaden mit einer mathematischen Formel zusammenzustellte. An beiden Frontfassaden wurden zwölf allegorische Statuen von Teodor Rygier aufgestellt, welche verschiedene Zweige aus Kunst und Industrie symbolisierten.

Es sind nur wenige Skizzen der Inneneinrichtung erhalten geblieben, welche nur erahnen lassen, wie prächtig das Gesamtbild ausgesehen haben muss. Der Marmor, die Stuckatur, die Figuren und Malereien, alles in vielen Farben und Formen.

Najwspanialszym jego dziełem miał się stać pałac Szlenkierów przy pl. Dąbrowskiego (dziś ambasada Włoch), ale nieco wcześniejsze zamówienie ze strony K. Granzowa zapowiadało równie wybitną realizację.

Im Erdgeschoss befanden sich Geschäfte, auf der sehr niedrigen ersten Etage (Zwischengeschoss) hingegen Büroräume und auf der zweiten Etage die großräumige Wohnung von Kazimierz Granzow. Darüber gab es kleinere Mietwohnungen, wie zum Beispiel im dritten Stockwerk, wo es zwei Wohnungen mit entsprechend sieben und acht Zimmern gab. Ganz oben wurden ganz kleine Wohnungen auf jeder Seite des Flures eingerichtet. Die Treppenhäuser waren quadratisch, rund oder in Hufeisenform und mit viel Gefühl konzipiert. Diese Art der Gänge mit dem leeren Raum dazwischen war damals ebenfalls eine Neuheit. Außergewöhnlich war auch die Verwendung von feuerfestem Deckenmaterial.

Przedwojenna Warszawa

Nach dem Tod von Kazimierz Granzow wurde das Mietshaus verkauft. In der Zwischenkriegszeit gehörte es Zofia Tabecka. Im September 1939 brannten die Dächer und ein Teil des vierten Stockwerks ab. Die solide Bauausführung verschob die vollständige Zerstörung jedoch nur in der Zeit. Während des Warschauer Aufstandes von 1944 wurde das Gebäude teilweise zerstört. Nach dem Krieg trug man die Überreste ab. Bis in die sechziger Jahre hinein standen nur noch provisorisch gesicherte Elemente.

An der Krolewska-Straße 16 steht heute das Bürogebäude Saski Crescent Center.

Fotografie

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