Odwiedziło nas 213599 gości. Przebywa online 1 .

Karas-Palast in der Straße Krakowskie Przedmiescie 2

Geschichte

Zabytki Warszawy

Der Name des Palastes stammt ab von Kazimierz Karas, der das Gebäude 1769-1772 bauen ließ. Der Bauherr ist 1711 geboren und stammt aus dem masowischen Kleinadel. Seine Karriere und Reichtum verdankt er seinen Diensten für Stanislaw Poniatowski, dem Kastellan von Krakau, und später für seinen Sohn, dem König von Polen Stanislaw II. August Poniatowski. Dank der Kontakte mit der Poniatowski-Familie wurde er zum Oberst (pulkownik) und Kastellan von Wizna ernannt, was ihm einen Sitz im Senat verschaffte. Für ihn schuf Stanislaw II. August schließlich den Posten eines Hofmarschalls, welcher den ganzen Königshof unter seine Obhut stellte. Schließlich verlieh ihm der Monarch als einem der ersten den erst vor kurzem geschaffenen Orden des Hl. Stanislaw. Vom König und Königsvater erhielt er zudem zahlreiche Landgüter.

Atrakcje Warszawy

1769 schenkte ihm Stanislaw II. August alle Grundstücke samt Bebauung unterhalb des Kazimierz-Palastes (heute Rektorat der Universität Warschau). Das Gebiet erstreckte sich entlang der Straßen Radna, Lipowa, Browarna und Leszczynska. Zudem erhielt er das vorab von Aleksander Ossolinski erworbene Mietshaus samt Platz und die das Gebäude umgebenden Grundstücke. Hier handelte es sich um das Gebiet zwischen den Straßen Obozna, Krakowskie-Przedmiescie und Aleksandria (heute Kopernika-Straße). Noch im gleichen Jahr begann Karas den Bau des Palastes entlang der Krakowskie-Przedmiescie-Straße zwischen den Straßen Obozna und Aleksandria. Das Projekt hat der königliche Architekt Jakub Fontana entworfen. Die Familie Karas bezog eine Etage des Palastes, alle weiteren Etagen wurden vermietet. 1772 wurde die Hälfte des Palastes an den Königlichen Pagenkorps vermietet. 1794 war das Gebäude angeblich die Regierungszentrale von Tadeusz Kosciuszko, des großen polnischen Anführers des Aufstandes von 1794, welcher sich gegen die Polnischen Teilungen richtete.

Nach dem Tod von Kazimierz Karas im Jahre 1775 ging das Eigentum an seine Erben über. 1798 wurde der Palast verkauft und wechselte seitdem zahlreiche Male den Eigentümer. Anfangs mieteten hohe Würdenträger, Aristokraten sowie reiche Bürger die Räumlichkeiten. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude zu einem einfachen Mietshaus degradiert. Im Erdgeschoß befanden sich kleine Geschäfte und die Schenke „Pod Karasiem“, welche einen sehr fragwürdigen Ruf hatte. Zu verdanken hatte man es vor allem der verdächtigen Kundschaft. Seit Mitte 1891 bis zur Zerstörung des Gebäudes hatte dort der Verlag und die Druckerei der „Gazeta Warszawska“ (Warschauer Zeitung) ihren Sitz. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Palast um eine Achse gekürzt, da die Obozna-Straße breiter gemacht wurde. 1912 wurde schließlich das ganze Gebäude abgerissen, um an seine Stelle ein hohes Mietshaus aufzustellen. Doch nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurden die Pläne ad acta gelegt und gerieten in Vergessenheit. Das seitdem unbebaute Grundstück ist heute noch gut sichtbar und wird als Parkplatz genutzt.

Przedwojenna Warszawa

Architektur

Die Ornamente auf der Fassade verbanden die Merkmale des Spätbarocks und des Frühklassizismus, was ein Charakteristikum der Werkstatt von Jakub Fontane und des sogenannten stanislawischen Stils war, welcher in der dreißjährigen Regierungszeit von Stanislaw II. August Poniatowski 1764-1795 entstand. Einige architektonische Elemente der Fassade knüpften an andere Werke des Architekten an, wie beispielhaft die Südfassade des Innenhofes des Königsschlosses oder die Hauptfassade des Malachowski-Palastes in der Senatorska-Straße 11. Der Karas-Palast gehörte zu den frühesten Warschauer Palästen, dessen Fassade an der Straße lag und somit über keinen vorgelagerten Hof verfügte. Das frühere Mietshaus von Ossolinski wurde als Quergebäude in das neue Projekt des Palastes komponiert. Auf der Spitze der Dachgeschoßwohnung wurde eine Figur mit den Wappen „Dabrowa“ und „Lodzia“ von Kazimierz Karas und seiner Frau Elzbieta Hubinska aufgestellt. Das Dach verzierten vier Urnen aus Metallplatten. Über den Fenstern des ersten Stockwerks platzierte man zwei Medaillons mit der Büste des Königs Stanislaw II. August: das eine Medaillon aus der Zeit der Thronbesteigung, das zweite hingegen aus dem sechsten Regierungsjahr. Ein sehr interessantes Element waren vier kleine Kanonenrohre, die als Anfahrschutz am Einfahrtstor platziert wurden.

Das Modell zeigt das Gebäude in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts.

Fotografie

004